Interview mit unserem Sustainability Coordinator Tom
Bei Adexpo beschäftigt sich Tom derzeit intensiv mit dem Thema Nachhaltigkeit. Ein wichtiges Thema, das unser Sustainability Coordinator aktuell aktiv vorantreibt. Während eines Meetings mit Tom stellte Jeroen vom Marketing-Team ihm eine Reihe von Fragen zu diesem Thema.
Jeroen: Tom, kannst du dich kurz vorstellen und deine Rolle als Sustainability Coordinator bei Adexpo erklären?
Tom: Mein Name ist Tom und als Sustainability Coordinator konzentriere ich mich darauf, die Arbeitsweise von Adexpo zukunftsfähiger zu machen. Unser Ziel, die ISO-20121-Zertifizierung zu erhalten, spielt dabei eine zentrale Rolle. Sie konzentriert sich speziell auf die Entwicklung eines nachhaltigen Managementsystems im Eventsektor. Gleichzeitig ist mir wichtig zu betonen, dass Nachhaltigkeit mehr ist als nur Umwelt – soziale und wirtschaftliche Aspekte sind genauso bedeutend.
Jeroen: Was hat dich persönlich motiviert, im Bereich Nachhaltigkeit zu arbeiten – und wie passt diese Leidenschaft zu Adexpos Mission?
Tom: Meine Mutter hat mich so erzogen, dass Nachhaltigkeit selbstverständlich ist: auf den Planeten achten, fair produzierte Lebensmittel und Produkte kaufen und Abfall vermeiden. Nach meinem Studium der Umweltwissenschaften habe ich bei Adexpo angefangen – mit dem Ziel, die Organisation zum Marktführer im europäischen Mietmöbelsektor zu machen. Meiner Meinung nach gelingt das nur, wenn wir den Weg in die Zukunft aktiv mitgestalten, statt hinterherzulaufen.
Nachhaltigkeit bei Adexpo
Jeroen: Wie würdest du den Nachhaltigkeitsansatz von Adexpo in der Event- und Messebranche beschreiben?
Tom: Zunächst einmal ist unser Geschäftsmodell an sich schon sehr nachhaltig. Das Konzept des Mietens verhindert, dass unnötiger Abfall entsteht. Und wenn etwas beschädigt wird, haben wir eine eigene Werkstatt, in der wir Möbel reparieren oder neu lackieren. Gleichzeitig gibt es natürlich Herausforderungen. Aktuell konzentrieren wir uns darauf, Transporte emissionärmer zu gestalten und Lösungen zu finden, um den Einsatz von Kunststoff zu reduzieren.
Jeroen: Was sind die größten Nachhaltigkeitsherausforderungen im Messebau heute?
Tom: Die Branche kämpft weiterhin mit Einwegmaterialien, ineffizienter Transportplanung und engen Zeitfenstern, die Optimierungen erschweren. Zum Glück entwickeln sich passende Lösungen schnell weiter. Ich bin deshalb sehr zuversichtlich, dass wir in den kommenden Jahren die negativen Auswirkungen dieser Faktoren deutlich reduzieren können.
Jeroen: Wie unterstützt Adexpo seine Kunden dabei, ihren ökologischen Fußabdruck auf Messen und Events zu reduzieren?
Tom: Am wichtigsten ist unser Geschäftsmodell: Mieten ist besser als Kaufen. Außerdem legen wir großen Wert auf eine klare Abfalltrennung und Reparaturen. Zusätzlich arbeiten wir aktuell an neuen Projekten, die die ökologische Belastung sowohl unserer Partner als auch von uns weiter reduzieren sollen. Mehr dazu folgt bald!

Nachhaltige Möbel: Sessel HALE STACK aus recyceltem PET, Beistelltische BIT aus recyceltem Kunststoff
Praktische Maßnahmen und Verbesserungen
Jeroen: Welche konkreten Maßnahmen hat Adexpo umgesetzt, um den Möbelmietservice nachhaltiger zu gestalten?
Tom: Wir haben kürzlich einige unserer Richtlinien angepasst, um sie besser auf unsere Nachhaltigkeitsziele auszurichten. Das hat nicht nur zu mehr Bewusstsein und besseren Arbeitsweisen geführt, sondern uns auch ermöglicht, offizielles Mitglied von Better Stands zu werden.
Jeroen: Welche Schritte werden unternommen, um die Lebensdauer der Mietmöbel zu verlängern?
Tom: Regelmäßige Inspektionen, professionelle Reparaturen, Neupolsterungen, Lackierungen, der Austausch einzelner Komponenten und eine strukturierte Lagerlogistik. Investitionen in Wartung verzögern Neuanschaffungen und reduzieren Abfall.
Jeroen: Gibt es neue umweltfreundliche Materialien oder Produkte, in die Adexpo investiert?
Tom: Wir prüfen Materialien mit höherem Recyclinganteil, modularen Designs mit längerer Lebensdauer und Produkte mit ressourcenschonenderen Produktionsprozessen. In unserer Kollektion gibt es beispielsweise Möbel aus Hanf und Seegras. Wir suchen kontinuierlich nach Produkten, die helfen, Kreisläufe zu schließen. Unser Ziel ist es, Optik, Langlebigkeit und Nachhaltigkeit zu verbinden.
Wirkung & Messbarkeit
Jeroen: Wie messt ihr die Umweltwirkung der Adexpo-Operationen?
Tom: Seit 2025 erfassen wir unsere Scope-1- und Scope-2-Emissionen. Ab 2026 werden wir auch mit der Messung der Scope-3-Emissionen beginnen und ein strukturierteres ESG-Messsystem entwickeln, um Fortschritte zuverlässig zu verfolgen.
Jeroen: Welche Verbesserungen oder Ergebnisse habt ihr bereits erreicht?
Tom: Der bislang wichtigste und sichtbarste Meilenstein ist die Mitgliedschaft bei Better Stands. Bald starten wir zudem mit der Implementierung des ISO-20121-Managementsystems. Das wird sicherstellen, dass wir uns in allen Nachhaltigkeitsthemen kontinuierlich weiterentwickeln.
Nachhaltigkeit bedeutet nicht Perfektion. Es geht um kontinuierliche Verbesserung.
Mehrwert für Kunden & Zusammenarbeit
Jeroen: Warum sollten Aussteller und Eventplaner bei der Möbelauswahl auf Nachhaltigkeit achten?
Tom: Weil hochwertiges Mietmobiliar Abfall drastisch reduziert und den Look des Messestands verbessert. Außerdem entspricht es den Erwartungen von Besuchern, Partnern und den Nachhaltigkeitsrichtlinien vieler Unternehmen.
Jeroen: Welchen Rat gibst du Kunden, die ihren Stand nachhaltiger gestalten möchten?
Tom: Auf wiederverwendbare Materialien setzen, Einwegbauten vermeiden, modulare Designs wählen und hochwertige Mietmöbel einsetzen. Und: früh planen. Kurzfristige Entscheidungen führen oft zu unnötigem Abfall und hektischen Transporten.
Jeroen: Gibt es verbreitete Missverständnisse zur Nachhaltigkeit in der Eventbranche, die du richtigstellen möchtest?
Tom: Ja. Nachhaltigkeit ist nicht per se teurer. Oft spart man sogar Kosten – durch clevere Planung, Wiederverwendung und Effizienz. Und nachhaltige Entscheidungen bedeuten nicht, auf Design verzichten zu müssen.

Reihenbestuhlung mit nachhaltigen Stühlen LINK 60X aus recyceltem Kunststoff
Zukunftsvision
Jeroen: Welche Innovationen oder neuen Nachhaltigkeitsprojekte bei Adexpo begeistern dich am meisten?
Tom: Der Aufbau eines strukturierten ESG-Rahmens nach ISO-20121, die Reduktion von Transportemissionen durch bessere Planungstools und die Erweiterung unseres Sortiments um noch mehr zirkuläre Produkte. Diese Veränderungen werden langfristig viel bewegen.
Jeroen: Wie stellst du dir die Zukunft nachhaltiger Messen in Europa vor?
Tom: Mehr Wiederverwendung, weniger Einwegbauten, bessere Zusammenarbeit zwischen Veranstaltern und Lieferanten sowie ein klarer Trend zu datenbasierten Entscheidungen. Nachhaltigkeit wird ein Wettbewerbsvorteil – kein Randthema.
Jeroen: Wenn du eine große nachhaltige Veränderung für die gesamte Branche durchsetzen könntest – welche wäre das?
Tom: Eine verpflichtende Berichterstattung über Abfall, Treibhausgasemissionen und Wiederverwendungsquoten bei allen Messebauten. Wenn alle messen, ändert sich das Verhalten sehr schnell.
Schlusswort
Jeroen: Gibt es noch eine abschließende Botschaft für unsere Partner und Kunden?
Tom: Nachhaltigkeit bedeutet nicht Perfektion. Es geht um kontinuierliche Verbesserung. Wenn wir zusammenarbeiten und transparent sind, können wir Messen effizienter, attraktiver und zukunftsfähiger gestalten.